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Seewener See

Der See von Seewen



Bild Seewener See
Vereinfachte geologische Karte des heutigen Seebeckens und der Fulnauregion. Die gestrichelten Linien zeigen die sich zurückziehenden Ufer.
Die Geschichte des ehemaligen Seewener Sees begann am Ende der letzten Eiszeit. Als das Eis langsam auftaute, der Boden noch nicht mit Vegetation befestigt war, brachen Felsen vom Homberg und rutschten Abhänge im heutigen Gebiet Fulnau nieder, sie verstopften den Eingang zur Schlucht und den Abfluss des Seebachs ins Tal. Für diesen Zeitraum sind im gesamten Jurarand auch Erdbewegungen und Erdbeben nachgewiesen, die vielleicht den grossen Bergsturz erklären. Die besondere Situation der Aufstauung des Baches mit relativ kompakten Massen hat nur hier im Seewener Hochtal, zwischen Tafeljura im Norden und Faltenjura im Süden, diesen glazialen See über viele Jahrtausende erhalten. Hinter einem Wall von Gesteinsschutt staute sich der Bach zu einem See.

Dieser See war sicher auch Grund einer Besiedelung seit dem 6. Jahrhundert, die durch das frühmit-telalterliche Gräberfeld „Galgenhübe“ an der nördlichen Längsseite des Sees belegt ist. Namensgebend war der See für die Ansiedlung um den Felssporn im Osten des Sees auf jeden Fall: Die erste schriftliche Erwähnung 1147 als „Sewin" bedeutet bekanntlich einen Dativ, heisst also „am See gelegen“ Fisch und Sumpfgras im Seewener Wappen weisen auf den Fischreichtum - aber sicher auch auf die Verlandung des Sees hin.

Wissenschaftliche Untersuchungen
Über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren war das Gebiet des ehemaligen Seewener Sees und seine Entwicklung während des späten Pleistozäns und im Holozäns Gegenstand von Untersuchungen der Universitäten Basel, Bern, Zürich und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

Als einziger spätglazialer See im nördlichen Jura ist seine Existenz durch schriftliche Dokumente bis zu seiner erstmaligen Trockenlegung im 16. Jahrhundert belegt.
Geologische Kartierungen zeigen, dass der ehemalige Seewener See durch Felsmassen aufgestaut wurde, die vom Homberg in die Schlucht im Gebiet Fulnau glitten und dort den Seebach blockierten. Neueste Untersuchungen der ältesten Seeablagerungen mit Hilfe der Radiokarbonmethode und der Pollenanlyse weisen auf ein Alter des Bergsturzes von ungefähr 13'000 bis 13'500 Jahren hin. Der See erstreckte sich in östlicher Richtung und erreichte im späten 6. oder frühen 7. Jahrhundert n. Chr. seine maximale Ausdehnung, also in der Zeit der Gräberfunde auf dem Galgenhübel. Obgleich die Sedimente eine Mächtigkeit von mehr als 23 m über dem basalem Schutt erreichen, scheint die Wassertiefe 10 m nicht überschritten zu haben. Die Seeablagerungen halten stark zusammen, sind reich an Ton und organischem Material und enthalten siltige Lagen. Die dünnen siltig-sandigen Lagen ermöglichen einen guten Vergleich der verschiedenen Bohrkerne und weisen auf kurzfristige Änderungen in den Ablagerungsbedingungen hin, die durch aussergewöhnliche Flutereignisse, Stürme, Rutschungen durch unterirdische Wasserläufe oder Erdbeben erklärt werden können. Die nur hier möglichen Erkenntnisse aus den Seeablagerungen stellen eine seltene Gelegenheit dar, die Geschichte der regionalen Vegetation nach der kältesten Periode der letzten Eiszeit und die Entwicklung der Landschaft unter ersten menschlichem Einfluss zu studieren.

Neueste Veröffentlichung
The Fulnau landslide and former Lake Seewen in the northern Swiss Jura Mountains in: Eclogae geol. Helv. 93 (2000) 291-391, Birkhäuser Verlag, Basel. 2000; hier sind auch Literaturhinweise auf frühere Veröffentlichungen. Die Grafik stammt aus der genannten Studie.

Weitere Informationen
 
 

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